Freiwillige Feuerwehr Golling
   Wir brennen darauf,
  Ihnen zu helfen!


Zuletzt im Einsatz

29.04.: Hilfeleistung Bühne
04.05.: Verkehrsunfall
04.05.: Hilfeleistung Bühne
04.05.: Auspumparbeiten
10.05.: Verkehrsunfall
20.05.: Brandmeldealarm
26.05.: Verkehrsunfall
30.05.: Unwettereinsätze
31.05.: Auspumparbeiten
31.05.: Kranarbeiten
 

FF Golling - intern

Terminkalender
Die Geschichte unserer Wehr PDF Drucken E-Mail
In diesem Bereich haben wir für Sie die Geschichte unserer Feuerwehr von 1878 bis heute zusammengestellt. Viel Spaß beim Schmökern in unserem Geschichtsarchiv!

Aufgrund von Naturkatastrophen und Bränden, gegen die die Bevölkerung hilflos war, beschlossen 21 Gollinger im Jahre 1878 die zweite Feuerwehr im Bezirk Tennengau zu gründen.

 

 Bereits 1883 konnte die Feuerwehr die erste Feuerlösch-Pumpe beschaffen. Eine hölzerne Spritzenhütte konnte ebenfalls bald gebaut werden, die der Feuerwehr (Löschzug Markt) als Heimstätte diente.

 

1884 wurde dann der Beschluss gefasst eine Zeugstätte mit zwei Stellplätzen zu bauen.
Im November 1887 hätte ein Stadlbrand innerhalb des Marktes beinahe zu einer Katastrophe geführt.
Beim Blitzschlag in den Turm der Pfarrkirche hätten das Gotteshaus und die Häuser der näheren Umgebung großen Schaden nehmen können.
Im Folgejahr konnte die FF-Golling ihre erste Fahnenweihe feiern.



Das nächste große Fest war dann im Jahre 1898 die 20-jährige Gründungsfeier, weiters wurde hierbei auch der erste Gautag des Bezirkes Tennengau gefeiert.
Da die heutigen Ortsteile Gollings früher noch eigenständige Gemeinden waren, wurde 1908 in Obergäu und einige Jahre später auch in Torren (1928) eine Feuerwehr gegründet.
Doch auch in Sachen Ausrüstung ging es voran. So wurden 1911 bereits die ersten Hydranten in Betrieb genommen.
Während des ersten Weltkriegs herrschte bei der FF-Golling eine Damenriege, da die Männer im Kriegsdienst waren.
1928 konnte die erste Motorspitze für Golling beschafft werden.
Grund zum Feiern gab es im Jahr 1936 als die Feuerwehr ihr erstes Fahrzeug erhielt.
1937 wurde die Eingemeindung der Ortsteile Obergäu und Torren durchgeführt. Die Feuerwehren blieben allerdings noch als Löschzüge bestehen.

Über die Kriegsjahre gibt es beinahe keine Informationen.

In der Nachkriegszeit ging es mit der FF-Golling bergauf - so wurde 1947 die erste Sirene installiert.
Ebenso konnten in den Jahren 1953 bis 1968 einige neue Fahrzeuge und Geräte beschafft werden:
- TS, R 75
- TLF 1700 gebrauchtes Fahrzeug von Rosenbauer
- LF Opel 1,5 to
- TLF 2000 Rosenbauer



1959 ereignete sich eine folgenschwere Hochwasserkatastrophe. Die Feuerwehr war rund um die Uhr beschäftigt den Leuten zu helfen. Dies sollte das schlimmste Hochwasser sein das Golling je erlebt hat.
 

 Bald wurde klar das eine funktionierende Feuerwehr auch eine zweckmäßige Unterkunft braucht. Der Spatenstich für dieses Vorhaben war 1963. Der zwei Jahre lang dauernde Bau kostete ca. 1,5 Millionen Schilling.
Aufgrund der Kosten, die die beiden Löschzüge aufwarfen, wurde 1965 beschlossen den Löschzug Obergau aufzulösen.  Die Mannschaft wurde in die Hauptwache eingegliedert. Der Löschzug Torren bestand aufgrund starker Proteste der Mitglieder noch um zwei Jahre länger.
Ein weiterer Fortschritt war die Beschaffung von Funkgeräten im Jahr 1966. 
Ein im Jahr 1968 beschaffter TLF 2400 diente der Feuerwehr bis 1998.
Da die stark wachsende Feuerwehr auch immer mehr Geld  benötigte kam es 1971 zum ersten Gollinger EGELSEEFEST. Dies war ein voller Erfolg. 2001 konnte hier das 30 jährige Bestehen des Zeltfestes gefeiert werden.  
1972 erfolgte die Freigabe der Tauernautobahn bis Golling.
 
Zu einer Katastrophe von gigantischem Ausmaß kam es 1976. Vom 4.7. - 17.7. brannte es am 1679 Meter hohen Kastenspitz. Bei diesem größten und zeitlich gesehen längsten Waldbrandeinsatz im Tennengau leisteten 813 Feuerwehrmänner des Tennengaues und des Pongaues 9976 Einsatzstunden. Hier zu kamen noch 60 Pioniere des Bundesheeres.


Die Kosten für diesen Einsatz betrugen für das Land Salzburg ca. 5,5 ATS Millionen. Mitverantwortlich für die hohen Kosten war auch der Einsatz von Hubschraubern.

Doch auch der Bau der Autobahn kannte keine Grenzen mehr. So wurde 1977 die Autobahn bis Werfen freigegeben. Besonders durch die Errichtung des Ofenauer und des Hiefler-Tunnels im Verlaufe der Tauernautobahn wurde der Feuerwehr erneut eine große Verantwortung zu Teil. Seit dieser Zeit ist Golling eine Portalfeuerwehr.

Aus diesem Grund wurde auch die Anschaffung von 16 BD 73 Atemschutzgeräten genehmigt.
 
Zum hundertjährigen Jubiläum 1978 wurde auch bewusst, dass die Zeugstätte zu klein wurde, um die Aufgaben weiter perfekt zu meistern. So wurde die Zeugstätte auf sieben Stellplätze erweitert.
                         
Ebenso erfolgte die Einführung der Funk Fixstation "FLORIAN GOLLING", die Atemschutzwerkstatt und Füllstation für den Abschnitt 2 Tennengau wurde ebenfalls in Golling installiert.
Zu den Hundertjahr-Feierlichkeiten wurde der FF Golling ein Schlauchfahrzeug 1000 auf Mercedes Unimog (dieses Fahrzeug ist bis heute ein Einzelstück in Salzburg) durch die Gemeinde Golling zur Verfügung gestellt. Das Schlauchfahrzeug ist auch heute noch in Verwendung.
Um die Aufgabe auf der Autobahn besonders in den Tunnelabschnitten zu meistern, wurde 1978 der Feuerwehr der erste hydraulische Rettungssatz übergeben.
Da sich die Feuerwehr schon immer um den Nachwuchs kümmerte, wurde 1979 eine Feuerwehr-Jugendgruppe gegründet.
Ein Jahr später konnte die FF-Golling bereits die ersten Piepser in Ankauf nehmen, ab diesem Zeitpunkt konnte jedem Mitglied ein Piepser zur schnelleren Alarmierung übergegeben werden .
1981 wurde der Feuerwehr ein VRF (Vorausrüstfahrzeug) , 1983 SRFA-K (Schweres Rüstfahrzeug mit Kran und Ölwehrausrüstung) vom Landesfeuerwehrverband Salzburg zur Verfügung gestellt. Das SRF konnte im Jahre 2003 und das VRF 1998 durch neue Fahrzeuge ersetzt werden. 1984 konnte den Fahrzeugen noch ein für die Zeit modernes TLF 3000 hinzugefügt werden, auch dieses Fahrzeug ist heute noch im Einsatz. Die drei Fahrzeuge wurden 1984 feierlich eingeweiht.
Da die Feuerwehr in Golling nahe der Salzach liegt wurde 1985 der Kauf eines Schlauchbootes mit Außenbordmotor und 1992 zusätzlich noch ein Jetboot D.C. 500III, Castoldi Jet genehmigt.
1986 wurde noch eine DLK 18 und 1989 noch ein LF-A beschafft. Seit diesem Zeitpunkt verfügt die FF-Golling über sieben Fahrzeuge.
1986 war ein weiteren Einsatz im Hochgebirge - ein schlimmer Flugzeugabsturz.
1998 wurde das VRF-A und auch der nun schon in die Jahre gekommene TLF 2400 von 1968 durch ein modernes Tunnel-TLF 3000 auf Scania ausgetauscht.
Auch bei der Tauerntunnelkatastrophe im Tauerntunnel im Jahre 1999 wurde die Feuerwehr Golling zu Hilfe gerufen.
2002 kam es zu einem Jahrhundert-Hochwasser in Golling. Riesige Flächen standen meterhoch unter Wasser. Es mussten mehr als 220 Einsätze bewältigt werden. 

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2003 feierte die FFG ihr 125-Jahr-Jubläum im Rahmen des Egelseefestes.
Gleichzeitig konnte das bereits in die Jahre gekommene Rüstfahrzeug SRFA-K gegen ein neues, modernes, den Anforderungen entsprechendes Rüstfahrzeug von Scania/Rosenbauer ausgetauscht werden.
2004 wurde dann ein neues Zeughaus eingeweiht. Das alte wurde abgerissen und im die neue Zeugstätte wurde in das neue Gemeindezentrum eingegliedert. 



In den letzten Jahren leistete die Feuerwehr zwischen 1000 und 1500 Stunden Einsatzleistung. Hierzu kommen noch unzählige Übungen und Schulungen. Doch die Einsätze der letzten Zeit beweisen auch immer wieder die Notwendigkeit einer jahrelangen, auf hohem Niveau stehende Ausbildung.

2006-2010
Die Einsätze haben sich in den letzten Jahren um die 120 Hilfeleistungen pro Jahr eingependelt (Jahr 2009 sogar 186 Einsätze), 10.000 bis 13.000 Gesamtstunden pro Jahr bedeuten 30 bis 35 freiwillige Arbeitsstunden täglich, geleistet von unseren 153 Mitgliedern.   

2010
Am 5. Jänner 2010 wurde HBI Peter Schluet zum neuen Ortsfeuerwehrkommandanten der FF Golling gewählt, mit ihm wurde auch ein neues Kommando gebildet. Der Vorgänger ABI Erich Hettegger war mit seinem Team 10 Jahre für die Geschicke unserer Wehr verantwortlich und konnte in dieser Zeit viele zukunftsweisende Projekte (u.a. Neubau Feuerwehrhaus) umsetzen.

Im Mai 2010 erfolgte der Austausch der alten Drehleiter auf eine Teleskopmastbühne TB 23-12, diese wurde bei der Florianifeier 2010 feierlich gesegnet und in Dienst gestellt.

2011
Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges, MB Vito. Der Aufbau wurde in Eigenleistung durchgeführt. Damit verfügt die Feuerwehr Golling nun über das schon länger benötigte Ergänzungsfahrzeug.

Heute
Moderne Ausrüstung und effektives Training ließen in Golling eine junge, erfahrene, schnelle und tüchtige Feuerwehr entstehen. Man ist für die Zukunft gerüstet!

Zusammenstellung: Fm Alexander Holzer, Fm Christoph Wieland und  HBI Peter Schluet, FF Golling © 2002-2011