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  Freiwillige Feuerwehr Golling
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Jahresbericht 2018!

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Zuletzt im Einsatz

11.04.: Fehlalarm
12.04.: Auspumparbeiten
12.04.: Tierrettung
14.04.: Verkehrsunfall
16.04.: Hilfeleistung Bühne
18.04.: Wasserversorgung
18.04.: Kranarbeiten
19.04.: Wasserversorgung
20.04.: Wasserversorgung
21.04.: Wasserversorgung 
25.04.: Großbrand AS-3

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FF Golling - intern

Terminkalender
11.07.2005: Hochwasseralarm in Golling PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. Juli 2005
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Hochwasseralarm in der Salzburger Gemeinde
Die Feuerwehr im Dauereinsatz

Hier finden Sie einen Bericht über das zweite Hochwasser in Golling binnen 3 Jahren.  Lesen Sie interessante Tatsachenberichte über den Einsatz der Feuerwehr und aller weiteren Hilfskräfte.

TAG 1 - 11. JULI 2005   
09.00 Uhr:
Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Golling berät sich erstmals über den hohen Pegel der Salzach. Es werden erste Informationen über die Wetterlage, Salzachpegel, etc. von der Landesregierung, vom hydrologischen Dienst und von der Bezirkshauptmannschaft eingeholt. Erste Erkundungstouren werden gemacht, um die Lage der Lammer, Bluntau und Salzach selbst zu sichten. Die Funk- und Telefonzentrale der Feuerwehr wird ab sofort dauerhaft besetzt.

09.15 Uhr:
Die Hochwasser führende Bluntau erhöhte den Grundwasserspiegel in Torren. Die Feuerwehr wird erstmals zum Kellerauspumpen gerufen.

10.00 Uhr:
Erstmals Gruppen-Alarm für die FFG. Es rufen immer mehr Einwohner in der Feuerwehr an, um sich über die bedrohliche Lage zu informieren. Der Salzachpegel steigt weiter an. Erste Sandsäcke werden aufgestapelt um eine ausufern der Bluntau zu verhindern.
11.00 Uhr:
Nachdem der Sammelruf für die gesamte Mannschaft ausgegeben wurde, schaltete sich die BH Hallein ein. Bezirkshauptmann HR Dr. Klaus Aigner und der dazugehörige Führungsstab verlegt sein Büro kurzer Hand nach Golling. Das neue Feuerwehrhaus wird zur neuen Einsatzzentrale von BH und Feuerwehr.

13.00 Uhr:
Der Wasserpegel der Salzach hat nun einen erneuten Höchststand erreicht. Durch den Führungsstab bestehend aus  BH Hallein, Polizei, Gemeinde-Vertretern und der Feuerwehr wird beschlossen, Zivilschutz-Voralarm auslösen. Es gilt die Bevölkerung zu warnen. So heult kurz darauf in Golling die Sirenen für eine Minute lang. Gleichzeitig wird die 2. Alarmstufe ausgegeben. 12 Mann der Feuerwehr Kuchl, 12 Mann des LZ Jadorfs unterstützten uns ebenso, wie das hereilende Bundesheer (30 Mann).
Eine Sperre der Salzachbrücke nach Torren wurde erlassen.
Nachmittag, 47 Mann der Feuerwehr Golling im Einsatz
Um zu garantieren, dass alle Bürger der betroffenen Gebiete informiert werden, werden mit den Fahrzeugen der FFG Lautsprecherdurchsagen gemacht. Die Salzachsiedlung, das Gebiet um den Bahnhof und Teile Torrens können so rechtzeitig gewarnt werden.
Eine Meldung über 25 Tiere, die im Bereich Brennhoflehen vom Wasser eingeschlossen wurden, ging in der Zentrale ein. Sofort kümmert sich eine Gruppe aus Mitgliedern der FFG und der FF Kuchl um diese Tierrettung im Brennhoflehen. Mit dem Schlauchboot der FFG werden 2 (nicht wie vermutet 25) Ziegen aus deren bedrohlichen Situation gerettet.
Der Hochwasserschutz im Feuerwehrhaus wird aufgebaut. Die Feuerwehr Kuchl und das Bundesheer kümmern sich inzwischen um die Befüllung der Sandsäcke. Hiezu werden mehrere LKW-Fuhren Sand zum Recycling-Hof in Golling gebracht. Bis um ca. Mitternacht konnten so ca. 4500 Sandsäcke gefüllt werden, die an die Bevölkerung verteilt wurden.Abend
Die Situation entschärft sich erstmals nach diesem aufregendem Nachmittag - der Salzachpegel sinkt! Der Hochwasserschutz wird abgebaut, damit die Fahrzeuge in die Halle gestellt werden können. Die Bereitschaft fast der ganzen Mannschaft bleibt erhalten. Sitzungen mit Polizei und Gemeinde werden weiterhin stündlich durchgeführt.
Um 17.00 Uhr war die hohe Politik zu Gast in Golling. Unter anderem LR Otmar Raus, Meteorologe Kurt Staudinger, Landesfeuerwehrkommandant LBD Anton Brandauer, BFK OBR Anton Schinnerl und AFK BR Josef Wintersteller und viele weitere nahmen an dieser Krisensitzung teil. Es wurde Entwarnung gegeben. Die Regenfälle sollte in den nächsten Stunden nachlassen. In der Nacht sollten keine weiteren Regenfälle mehr zu erwarten sein.

23.30 Uhr:
Die Lage hat sich inzwischen wieder zugespitzt. Nach starken Regenfällen in Lammertal und auch in Golling stieg die Lammer sehr rasch an, was auch den Wasserstand in der Salzach hob. Erneut wurde Alarm für die Salzachsiedlung und den Wiesenweg gegeben. Lautsprecherdurchsagen aus den Fahrzeugen sollten die Bevölkerung informieren. Erneut wurden Sandsäcke von Feuerwehr und Bundeswehr ausgeliefert. Die Salzach tritt an einigen Stellen aus. Nach 2,5 Stunden bangen und zittern sank der Wasserspiegel nun endlich wieder. Noch 15 cm und die Salzachsiedlung wäre überflutet gewesen. Um 02.15 Uhr wurde die Bereitschaft der FFG aufgelöst.


TAG 2 - 12. JULI 2005
07.00 Uhr:
Piepser-Alarm für die Mannschaft der FFG. Wieder einmal war der Wasserstand der Salzach bedrohlich hoch geworden. Nun war auch der Grundwasserspiegel so weit gestiegen, dass Wasser in Keller der Häuser in der Salzachsiedlung eindrang. Viele besorgte Hausbesitzer verständigten die Feuerwehr, die mit unzähligen Tauchpumpen und Tragkraftspritzen anrückte.
Im Laufe des Vormittages sank der Salzachpegel wieder. Zwar langsam, doch merkbar.
08.00 Uhr:
Wasser in der eigenen Zeugstätte - nach einem Rohrbruch war auch unser Keller betroffen. Wasser. Zum Glück konnte der Schaden schnell behoben werden und es entstand nur wenig Sachschaden.
Mittag bis Abend:
Es wurden noch einige Pump-Einsätze gefahren, bis schlussendlich um 18.00 Uhr auch die letzte Fahrzeug-Besatzung einrückte. Anschließend stattete LH Gabi Burgstaller und LBD Anton Brandauer der FFG einen Besuch ab, um sich selbst ein Bild von der Lage in Golling zu machen.


TAG 3 - 13. JULI 2005

Aufräumarbeiten in der eigenen Feuerwehr. Es mussten unzählige Schläuche gereinigt werden, die Uniformen gewaschen und die Fahrzeuge geputzt werden.


Einsatzstatistik:
27 Einsätze (vorwiegend überflutete Keller)
90 Mann der FF Golling an 2 Tagen
24 Mann der FF Kuchl an 1 Tag
16 Mann FF Scheffau an 1 Tag
30 Mann des Bundesheeres an 1 Tag


 
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